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Gail Callahan: Hand Dyeing Yarn and Fleece: Dip-Dyeing, Hand-Painting, Tie-Dyeing, and Other Creative Techniques

Hand Dyeing Yarn and Fleece: Dip-Dyeing, Hand-Painting, Tie-Dyeing, and Other Creative Techniques
Glad that I decided for an English book. I expected a little bit more, and I got it. All the basics are covered (things I didn't think about) like how to set up your dye 'studio', supplies needed, fixation methods, the role of different fibers and plies, preparing the yarn, color theory and dyeing methods I didn't know before.
The only thing I missed were some basic color 'recipes'. I would have liked to get some informations how to mix 'difficult' colors like apricot or shades of brown from the primary colors (of the different brands) which can be hard sometimes.
Features I liked best or found enlightning: What to do when your dyeing went wrong, the chapter about color proportions and palettes, the parking meter yarn method and the immersion dyeing methods (which I prefer now).
The included patterns weren't really necessary for me, because you can find similar patterns on Ravelry (which are for free, too). 

Lange habe ich überlegt, ob ich mir wirklich ein Buch für's Wolle färben kaufen soll, schließlich finden sich viele Informationen auch im Internet. Nach längerer Suche habe ich mich dann für ein englischsprachiges Exemplar entschieden, was auch gut so war - es scheint mit solchen Büchern genaus so wie mit Koch-, Back- oder Strickbüchern zu sein: Die meisten sind einfach besser als das, was man auf dem deutschen Büchermarkt so findet.
So auch dieses Buch. Es beginnt mit den grundlegenden Sachen wie benötigte Ausrüstung, Fixierungsmethoden, Einfluß verschiedener Fasern oder Verzwirnung, EInfluß des pH-Wertes und der Feuchte der Wolle auf den Färbeprozeß, generelle Hinweise zum Farben mischen und dem Farbkreis bzw der Farbpalette. Einige Sachen waren komplett neu für mich (weswegen sich der Kauf schon gelohnt hat) und haben mir besonders gefallen: Was man mit mißglückten Färbeversuchen noch machen kann (ohne sie wegzuwerfen), kreative Wickeltechniken (für ungewöhnliche Farbverläufe) und der Einfluß von verschiedenen Farbanteilen auf das Färbeergebnis. 
Ein bißchen vermisst habe ich konkrete Angaben für das Farben mischen (für die Grundfarben der verschiedenen Hersteller) - manche Farben wie apricot oder Brauntöne sind wirklich schwierig herzustellen. Außerdem waren die im Buch vorgestellten Farben für meinen Geschmack wirklich zu grell/bunt, aber ich mag eben eher die ton-in-ton-Färbungen (weswegen ich ja auch selbst färben will).
Die Strickanleitungen am Ende waren zwar eine nette Zugabe, wären aber nicht notwendig gewesen, schließlich gibt es auf Ravelry eine Menge kostenloser (und wirklich schöner(er)) Strickanleitungen.

Per Roger Lauritzen: Rondane - Turer fra Ringebufjell til Dovrefjell

Rondane  Turer fra Ringebufjell til Dovrefjell
I used this book to plan our Rondane trekking trip in September 2012. Luckily I speak Norwegian, otherwise I would have missed the best guide for Rondane. Compared to other guides for this area this one has a soul, you just feel the passion of the author to share informations and his experience. It's more than just providing details about the mountains and possible routes.
The book is arranged into several chapters. First a general one about history, plant and animal life. Then follow the chapters of the different regions, all the cabins and private accomodations are listed with contact information) and all possible routes are described. So the routes are based on the cabin-to-cabin idea, but the book can be used for trips with a tent too.
A route is usually featured on a double page with the corresponding map section, containing also places of interest (old graves, view points etc); you'll find estimated time, information about the kind of markings along the way, bridges, connecting routes and a description of the route itself. Based on this information, you can easily adapt for day trips from the cabin or a trip with tent.
With the book comes an official map of the area what is practical, but it contains unfortunately not to much details because of the scale.
I didn't regret a minute I bought that book and hope that I'll use it a lot more in the future. 

Das Buch habe ich mir extra über den norwegischen Online-Buchhhandel bestellt. Auf meiner Tour auf der Trollloipe im Februar hatte ich es in einem der Hotels, wo wir übernachtet haben entdeckt und eine Weile überlegt, ob ich es nicht kaufen sollte. Allerdings waren wir noch 4 Tage unterwegs, und ich wollte nicht noch mehr Gewicht im Rucksack mittragen, deswegen hatte ich mich dagegen entschieden. Hinterher habe ich mich geärgert, denn in den lokalen Buchhandlungen war es nirgends aufzutreiben. Da bald klar war, dass wir im Sommer/Herbst im Rondane wandern wollten und ich mit den in Deutschland erhältlichen Reiseführern nicht zufrieden war, bestellte ich das gute Stück schlußendlich in Norwegen - eine Investition die sich wirklich gelohnt hat. Dass der Autor Norweger ist und auch eine gewisse Leidenschaft für dieses Gebiet mitbringt merkt man sofort. 
Das Buch orientiert sich am Hüttensystem des DNT und seinen markierten Routen. Jedes Kapitel widemt sich einem bestimmten Teigebiet, stellt alle (bewirtschafteten und unbewirtschafteten) Hütten und privaten Übernachtungsmöglichkeiten vor sowie alle möglichen Routen, die dazwischen verlaufen (dabei werden auch die verschiedenen Variationen, meistens über angrenzende Berggipfel, einzeln vorgestellt). Meistens ist es eine Doppelseite pro Route, mit Wanderzeit, Anschlußrouten, Information zur Markierung, Brücken, Sehenswürdigkeiten, einem entsprechenden Kartensuasschnitt und einer generellen Beschreibung der Route selbst. Bei soviel Information und Auswahl kann man sich nur schwer entscheiden ... Für Leute die lieber mit dem Zelt unterwegs sind, sich aber auf markierten Wegen bewegen wollen, sind diese Informationen genauso nützlich. Leider gibt es keine expliziten Hinweise auf gute Zeltplätze, allerdings (von unserem Urlaub ausgehend) sind die im Buch angegebenen guten Plätze zum angeln auch gute Zeltplätze. Zum Glück (so erschien es uns) ist das Rondane-Gebiet nicht so sumpfig wie manch andere Wandergebiete in Norwegen; und auch bei der Versorgung mit Wasser (was einem als Zelter das Suchen eines Platzes manchmal tüchtig erschwert) gibt es keine großen Lücken. Zum Glück kann ich Norwegisch, sonst wäre mir dieses Goldstück und viele seiner nützlichen Informationen verborgen geblieben. Ich hoffe dass ich es in Zukunft noch ein paar mal einsetzten kann.



Fridtjof Nansen: På ski over Grønland

På ski over Grønland
I originally bought this book because of an exhibition I visited in a museum in Trondheim. I thought the bood would be mainly (like displayed in the exhibition) be about the journey over the ice and the meetings/living with the eskimos (things I found very interesting). Unfortunately Nansen is an old school scientist, so the book included all his notes about the journey - containing preparations, recruting the other members, detailed explanations about all the items used (and how/where they were produced) and so on. Until the 'real' journey starts, you'll be already halfway through the book.
This was the reason I skipped two chapters - the one about the history of skiing and the last one with the conclusions about the journey.
In all the writing style is enjoyable, but when Nansen gets into his 'scientific mood' and starts explaining, it tends to get boring really fast - one of the reasons it took me so long to read this book. 

Mein Interesse für dieses Buch wurde durch ein Ausstellung in Trondheim geweckt. Das Naturwissenschaftliche Museum hatte im Polarjahr 2009 eine schöne Ausstellung dazu gestaltet, in der ich fast einen halbe Tag verbracht habe (obwohl sie nur aus einem einzigen Raum bestand). Haupsächlich ging es um die Lebensweise der Eskimos und die norwegischen Polarexpeditionen, dazu waren einige Exponate ausgestellt, dazu kamen jede Menge Videos, Fotos und Schriftstücke, hauptsächlich aus diesem Buch. Da ich das Thema spannend fand und mir nicht den ganzen Tag die Beine in den Bauch stehen wollte um alles zu lesen, beschloß ich mir das Buch in Ruhe zu Gemüte zu führen.
Aber schon dieses Buch zu kaufen gestaltete sich schwierig. Natürlich wollte ich es in der Originalsprache (also Norwegisch) lesen, und dachte es wäre kein Problem  es in einer der großen Buchhandlungen in Trondheim zu erstehen - Fehlanzeige! Selbst die Onlineshops kannten dieses Buch nicht; auch nicht die Antiquariatsseiten die ich daraufhin durchstöberte. 
Wie der Zufall es so wollte, besuchten Robert und ich im Jahr darauf das Fram-Museum in Oslo, da wir auf der Rückfahrt vom Urlaub noch etwas Zeit für einen Abstecher hatten. Dort entdeckte ich durch einen Zufall in der Souvenir-Ecke zwischen jeder Menge Plüsch und Plunder auch ein paar Bücher, darunter zwei verstaubte und schon etwas ramponierte Exemplare dieses Buches. Ich war natürlich begeistert und nahm eines (das besser Erhaltene) davon in Besitz. Es sollte allerdings noch zwei Jahre dauern, bevor ich die Ausdauer hatte es zu Ende zu lesen ...

Das erste Problem ergab sich (einmal wieder) durch die Sprache. Norwegisch um 1890 liest sich ziehmlich antiquiert, vor allem wenn der Autor Wissenschaftler mit Leib und Seele ist und das Ganze eher einer wissenschaftlichen Abhandlung gleicht. So gibt es auch einige Kapitel, die sich sehr trocken lesen und sich eher mit nebensächlichen Themen wie der Geschichte des Skilaufens (das Kapitel habe ich übersprungen) oder (Miss)erfolgen anderer Grönland-Expeditionen beschäftigen. Sicherlich sind das interessante Themen für Herrn Nansen gewesen, als er seine Expedition vorbereitet hat, aber mich haben sie eher gelangweilt und das Lesevergnügen gemindert. Die Kapitel über alle Vorbereitungen mit detaillierter Aufstellung aller Lebensmittel und Ausrüstungsgegenstände sowie über die Finanziertung war insofern noch sehr informativ, da diese schön veranschualichen, dass man keine Hightech-Ausrüstung braucht, um große Leistungen zu vollbringen; und dass der heutige Durchschnitts-Trekker schon viel mehr Komfort hat, als man sich hätte damals träumen lassen können.

Bis man überhaupt zum Beginn der eigentlichen Expedition (das Verlassen des Robbenfänger-Schiffes) kommt, befindet man sich schon in der Mitte des Buches. Dort wird die Erzählweise zum Glück wieder spannend und sehr anschaulich. Von der Beschreibung mit der Begegnung und dem Leben mit des Eskimos hatte ich mir mehr versprochen, aber vermutlich wurden die besten Auszüge aus dem Buch schon im og Ausstellung präsentiert, so gab es nicht viel Neues an Information.

Insgesamt ein interessantes Buch für Polarexpeditions-Interessierte mit einigen Längen, die es zwischendurch zu überwinden gilt.

Frode Grytten: Bikubesong

Bikubesong
Oh my, another one in nynorsk which got me into a little bit vocabulary trouble and took more time to read (but it was worth it). Nice idea of writing a book - you could call it collection of short stories if you would like, but in this case the stories are connected to each other like an invisible spider's web (you'll find some of the characters again). The center of them all is the appartment complex in Odda, and they spread around like bees around a beehive (like the title 'Beehive song' says). You can read one, skip the next, read them from back to forth. Some are more fetching than others, some are strange, some touching, some odd and some just crazy. At the end they all come together buzzing in your head.

Eine tolle Idee um ein Buch zu schreiben - viele Kurzgeschichten mit gleichem Hintergrund zu sammeln und in einem Buch vereinigen. Klingt eher langweilig, ist es in diesem Fall aber überhaupt nicht. Alle Geschichten sind ineinander verwoben, und zwar so geschickt, dass man manchmal mehr Zusammenhänge vermutet als es vielleicht sogar gibt. Dadurch dass die Handlungsstränge nicht allzu lang sind, fällt das Lesen leicht; und wem eine Geschichte nicht gefällt, läßt sie weg, denn sie ist ja für das Verständnis der weiteren Handlung(en) nicht wichtig. Ein guter Schmöker für zwischendurch!

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Gaute Heivoll: Før jeg brenner ned

Før jeg brenner ned
Picked this book out in a hurry in a bookstore in Oslo. The story sounded interesting and it was from a Norwegian author, got a bookprice in 2012, so I bought it.
My expectations were not dissappointed. I liked the wriing style of the author, easy to read and fetching at the same time. He mixes up the stories of the pyromaniac of his hometown and his own autobiography, jumps between the timelines and characters which is sometimes confusing but also prevents the reader getting bored.
The autobiographic strands were sometimes really hurting me, the story of his father dieing from cancer was painful and I was a little bit shocked by the nearness he allows the reader (I don't think I would tell that openly about that family matters).
I would have wished he could have discovered and prescribed the nature and the inner world of the pyromaniac as good as his own, but by the time he was writing the book there was no one left to help him with that except some witnesses from the past and old documents. So there is fiction and truth, and both blend into this story you sometimes can't separate them.

Dieses Buch war sehr schnell ausgelesen - erstaunlicherweise, da ich ja in letzter Zeit kaum zum Lesen gekommen bin. Aber die Geschichte war fesselnd; und das Buch ein Glücksgriff, nachdem ich es (mit Zeitdruck im Nacken) spontan aus dem Regal der Buchhhandlung in der Aker Brygge gezogen hatte.
Die Geschichte spannt sich in einem weiten Bogen und ist sowohl autobiographisch als auch Fiktion. 1978 zündete ein Pyromane innerhalb kurzer Zeit mehrere Gebäude in der Heimatgemeinde des Authors an, und wurde am Tag nach seiner (des Autors) Taufe gefasst. Die Geschichte versucht die damaligen Geschehnisse zu rekonstruieren (was bei wenigen Zeitzeugen und spärlichen Dokumenten schwierig gewesen sein dürfte) und in Zusammenhang mit der Autobiographie des Autors zu bringen; und erstreckt sich so von den 1950er Jahren bis 2007. Das führt beim Lesen zu einigen (gewollten?) Verwirrungen, da es keine chronologische Ordung gibt. Einigen private Einblicke waren mir zu nah und zu schmerzhaft (was vielleicht auch so beabsichtigt war), aber insgesamt war es ein fesselndes und sehr gut geschriebenes Lesevergnügen.

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