Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Emilíana Torrini & Lay Low - Schlachthof DD, 8.10.2009

Emiliana Torrini muß man wirklich mögen, um auf so ein Konzert zu gehen. Wenn sie in ihrem bunten Kleid und etwas seltsamen violettfarbenene Schnürstiefeln auf der Bühne steht und die Federn in ihrem Haar wild druch die Gegend fliegen läßt. frag man sich erst einmal wo man da wohl gelandet ist. Die klangvolle Stimme kann man der Isländerin nicht streitig machen, und wenn sie so richtig aufdreht und ihr Publikum mit lustigen Geschichten unterhält (und das noch auf Deutsch mit einem sehr drolligen Akzent), dann hat man sie schon ins Herz geschlossen.




So eine richtige aufgeheizte Stimmung wollte dennoch nicht entstehen, denn Emilianas Musik ist nichts zum Tanzen oder Abrocken, sondern eher zum Genießen. Man muß schon genauso wie sie die Augen schließen und sich einfach im Takt und Klang der Musik gehen lassen, um dieselbige richtig genießen zukönnen. Das fiel dem einen oder anderen im Publikum sichtlich schwer, und so hatte Emilia manchmal etwas Schwierigkeiten ihre trägen Zuschauer aus der Lethargie zu reißen. Einige Titel aus ihrem letzten Album wurden auch gespielt, der Unterschied zwischen der Liveversion und dem Synthi-Pop des Albums war aber so gravierend, dass ich manche ieder erst nach einer Weile anhand des Textes erkannt habe. Alles in allem ein netter unterhalsamer Abend, aber mehr auch nicht. (Wer sich fragt ob ich wieder auf Devotionalienjagd war - ja, das war ich. Nur leider fiel die M des Shirts wie eine S aus, und deswegen liegt es jetzt im Schrank)
Eine angenehme Überraschung war wieder einmal die 'Vorband', eine junge Künstlerin spielte unter dem Namen "Lay Low" ebenfalls aus Island) schöne handgemachte Balladen mit der Accousticgitarre. Auf YouTube wurde ich nach kurzem auch fündig - live ist die Dame mindestens genauso gut!


The Whitest Boy Alive in concert - Schlachthof DD, 17.08.2009

Irgendwann am Anfang des Sommers beklagte ich mich einmal wieder bei André, meinem fleißigsten Konzertgänger, dass doch wieder nichts los sei, ich hätte lediglich entdeckt dass 'The whitest boy alive' im August im Schlachthof ein Konzert geben würde. Diese Mitteilung löste bei André sofort große Aufregung aus - Karten mussten her! Nach jemandem der mitkommen wollte brauchte er nicht lange zu suchen ... ich war dabei!
So rückte der große Tag heran. Vorher noch etwas Arbeit und zur Stärkung ein leckeres Essen in der Brennessel eingenommen - das Restaurant kann ich nur empfehlen! Zum Glück verpassten wir so den infernalen Regenschauer der in dieser Zeit darniederging, da es aber hinterher immer noch heftig tröpfelte entschied sich André doch das Auto am Schlachthof zu parken. Dort gibt es so gut wie keine Parkmöglichkeiten, aber wir hatten Glück und konnten im ersten Moment gar nicht glauben dass es erlaubt war da zu parken wo wir standen ...
Ein bißchen enttäuscht war ich schon, da das Konzert in dem kleineren Saal stattfand und die Luft schon von Anfang fast unerträglich war. Außerdem gab es keinen 'Devotionalienstand' und ich hatte doch extra Geld mitgenommen um mich mit einem der hübschen Shirts einzudecken.
Die Stimmung war von Anfang gut, und steigerte sich mit der Länge des Konzertes. Selbst die wie Salzsäulen erstarrten Besucher (wer kennt sie nicht) deren größte Regung gewöhnlicherweise ein Zucken des Mundwickels ist, entwickelten tänzerische Höchstleistungen. Es wurde lauthals mitgesungen, gesprungen und geklatscht - eines der besten Konzerte was die Mitarbeit des Publikums betrifft - und das bei der wahnsinnigen Hitze die herrschte. Bereits nach dem zweiten Lied waren wir komplett durchgeschwitzt. Die Musik war aber so eingänglich und die Jungs entwickelten eine unglaubliche Spielfreude dass wir die Füße (und andere Körperteile) nicht ruhig halten konnten. Leider war ich nicht so textfest was mich hinterher doch geärgert hat. Ein Höhepunkt war für mich das Wicked games cover - da konnte ich dann ähm ... mitbrüllen ;) Gegen Ende des Konzerts war das Publikum erschöpft und die Jungs mußten es noch viel mehr sein, ließen sich dann aber durch minutenlangen Beifall und Zugabe-Rufe noch zweimal hervorlocken und brillierten mit einem Medley, welches die Luft wiederholft zum Kochen brachte. Wie es Marcin, der Bassist treffend zusammenfasste: "Ihr seid ja verrückt, wißt ihr das ....?"

He, sonst wären wir ja keine Fans, oder? Den finalen Höhepunkt konnte ich aber leider nicht mehr miterleben weil ich sonst den letzten Zug nach Hause verpasst hätte, den ich nur noch aufgrund eines Sprints die Treppe nach oben erwischte. Auf jeden Fall verdient dieses Konzert 5 Sterne plus.

Sia YOU'RE THE BEST!

Nachdem ich schon einmal ein Konzert verpasst hatte, konnte ich diesmal die Gelegenheit nutzen um Sia live zu sehen. Das war mit ein paar Streßmomenten verbunden, denn gleich nach der Arbeit, die ich dafür mal pünktlich verlassen mußte ging es in Richtung Berlin. Ich hatte ein bißchen Angst die Fahrt könnte zu lange dauern - ich hasse es zu spät zu kommen ... Der Park and Ride Parkplatz Altglienicke war aber eher als erhofft erreicht, die S-Bahn zum Ostbahnhof ohne Schwierigkeiten genommen und der Postbahnhof schnell gefunden. Erstaunlicherweise gab es an der Abendkasse noch Karten - egal, ich hatte meine schon Monate vorher online erworben. Die Location war nicht übel, mit Lounge und auch Raucherbereich a la Strandbar. Der Devotionalienstand war nicht besonders reichlich ausgestattet (denn die CDs brauhte ich ja nicht mehr), aber ich erstand ein pinkfarbenes 'Electric Bird'-Shirt. Da wir so zeitig da waren standen wir recht nah an der Bühne, nur leider mußte sich kurz vor Beginn noch so ein Riese vor mich drängeln, dessen Freundin ihn begeistert in Empfang nahm. Warum in aller Welt müssen sich die großen Leute eigentlich immer vor MICH stellen?! Ansonsten kam ich mir ein bißchen vor wie auf einer Schwulen- und Lesben-Party - diverse gleichgeschlechtliche Pärchen konnten vor Konzertbegeisterung Anfälle von Zungenwrestling nicht unterdrücken (solches Verhalten finde ich auch von Heteros nicht toll - sich die Mandeln abschlabbern kann man auch zu Hause ...).

Eine Vorband gab es nicht (wozu auch), und das Konzert begann eine reichliche halbe Stunde später als geplant. Die Entschädigung für die Warterei folgte aber auf dem Fuße: Sia war großartig und hatte ein sehr einnehmendes und unterhaltendes Wesen, von ihrer außergewöhlichen Stimme mal ganz zu schweigen. Das Publikum war glücklicherweise sofort mit dabei und machte mit (vielleicht manchmal sogar etwas zu heftig wie Robert fand), was mir einige meiner Fotos ruinierte, aber glücklicherweise gelangen mir doch ein paar schöne Aufnahmen. Das Konzert war viel zu schnell vorbei ...

Setlist (keine Garantie für Vollständigkeit oder korrekte Aufstellung):

Buttons

Little Black Sandals

The Co-Dependent (Neuer Song)

Sunday

You have been loved

I go to sleep

Playground

Distractions (Zero7 song)

Academia

Destiny (Zero7 song)

The girl you lost to cocaine

Soon we'll be found

Electric Bird

Zugaben:

Lentil

Breathe me

Anna Ternheim & The Tiny

Wieder ein Abend mit (lauter Musik). Das Etablissement ähnlich alt und mit "shabby chic", das Publikum aber eher in der Studenten- und Partyecke. Bier und alkoholische Mixgetränke in Massen, ungewaschene Kerle die wahrscheinlich von einer Party zur nächsten stolpern und Theaterwissenschaftsstudenten, die ihren Abend ausfüllen wollen aber nicht mal den Künstler kennen der auftritt.

Die Vorgruppe The Tiny war seltsam abgedreht (Indie-Musik eben) aber sehr gut. Zum Schluß wolte ich mir deswegen die Alben kaufen die feilgeboten wurden aber da Anna Ternheim nach Auftritt signieren wollte stand am Devotionalien-Stand eine laaaaange Schlange, so dass ich zur fortgeschrittenen Stunde keine Zeit und Lust hatte zu warten. Die witzigen Shirts und die Alben kann man auch im Internet bestellen, was ich auch demnächst tun werde.

Anna Ternheim selbst war live unglaublich. Ihre Band und sie haben wirklich noch handgemachte Musik vom feinsten präsentiert, inklusive vier Zugaben, dank frenetisch jubelndem Publikum. Kleine Schmäckerchen zwischendrin war eine singende Säge als Begleitung oder sich in eine halbe Ekstase steigernde Rocknummern. Wenn es geht bin ich das nächste Mal wieder dabei. Einige der gespielten Lieder (leider konnte ich mir nicht alle und schon gar nicht die Reihenfolge merken):


Maria rocks!

Ich war auf dem Maria-Mena-Konzert in Leipzig am Donnerstag. Ein fantastischer Abend. Live ist sie noch viel besser - was für eine Stimme. Außerdem kann sie gut unterhalten - temperamentvoll und voller Energie. Die Band hatte auch sichtlich Spaß. Nur da Publikum war lahm, hätte ruhig mehr mitmachen können ... Ich wollte zwar die fehlenden Stimmen wettmachen, aber das ist wohl auch der Grund warum ich jetzt so heiser bin. Zwischendrin gab es ein paar Momente mit Gänsehaut und reinem Musikgenuß, besonders bei 'Eyesore'. Ich wußte nicht dass Maria Anorexie hat und das Lied davon handelt (zugegeben hatte ich nie so genau auf den Text geachtet. Durch ihre kurzen Moderationen vor den einzelnen Liederen bekam ich manchmal noch einen ganz anderen Blick auf die Stücke. Großartig!
Die Setlist:
Zugaben:
Maria, dette er for deg: Elsket konserten din! Stemmen din er ennå bedre live en på CD. Fikk gåsehud iblant, særlig når du sang "Eyesore" og "Self-fulfilling prophecy". Bandet ditt og Jarle var også stortartet - kjennte at dere hadde masse moro på scenen sammen, og så hadde jeg nede. Aldri slutt å synge !!!

Sia - Lady Croissant

Normalerweise bin ich davon abgekommen mir CDs zu bestellen. Doch neulich wollte ich mir ein kleines Geschenk machen - und da Sia nun mal meine Lieblingssängerin ist und ich die Abspielgrenze von "Blow it all away" auf lastfm überschritten hatte, mußte eine CD mit eben diesem Lied her. Es tat der Sache keinen Abbruch dass darauf auch Lieder sind die ich schon habe - auch live klingt sie unglaublich gut, und jetzt läuft die CD hoch und runter und hoch und runter ...


Lady Croissant auf lastfm