Max Frisch: Stiller

WER BIN ICH ...


StillerBei der Einreise in die Schweiz wird Mr. White festgenommen, weil er für die Grenzpolizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identisch ist. Frühere Freunde, sein Bruder, seine Frau Julika und der Staatsanwalt bestätigen in Aussagen und gemeinsamen Erinnerungen diesen Verdacht. Die Aufzeichnungen des Mr. White in der Untersuchungshaft aber wehren sich gegen diese Festlegung mit der Behauptung: »Ich bin nicht Stiller!« In immer neuen Erzählungen will er dieser Fixierung entgehen, weil ihm diese Identität fragwürdig geworden ist und weil er sich die Freiheit der Wahl, ein anderer zusein, erhalten will. - »Das Ich wird eine Behauptung der Welt, der man eine Gegenbehauptung, ein Nicht-Ich entgegenstellt. Anders gesagt: an Stelle des Ichs tritt ein fingiertes Ich, und das Ich wird ein Objekt. Romantechnisch gesehen: das Ich wird ein Kriminalfall. Einfacher ausgedruckt: Frisch hat sich durch diese Form, die gleichzeitig Handlung, gleichzeitig Problematik ist, in einen anderen verwandelt, der nun erzählt, nicht von Stiller zuerst, sondern von sich, von White eben, für den Stiller der andere ist, für den er sich nun zu interessieren beginnt und dem er nachforscht, weil man doch ständig behauptet, er sei mit ihm identisch. Gerade durch diese Romanform wird so Selbstdarstellung möglich, gesetzt -, der Leser mache auch mit, spiele mit. Ohne Mitmachen ist der Stiller weder zu lesen noch zu begreifen.« Friedrich Dürrenmatt

Andrew Stevenson: Mittsommer. Auf Trekkingtour in Norwegen

ICH WILL AUCH ...


MittsommerKurzbeschreibung: Norwegen - das Land der endlosen Sommer, in denen der Unterschied zwischen Tag und Nacht verschwimmt und das geprägt ist von einer atemberaubenden Naturlandschaft. Der gebürtige Kanadier und Lonley Planet- Bestsellerautor Andrew Stevenson entführt uns in "Mittsommer" auf eine Reise durch die Wildnis Norwegens: von Oslo in Richtung Nordwesten bis nach Bergen und weiter zu einem Abstecher zu den norwegischen Eisinseln der Arktis. Begleitet wird er von seiner neuseeländischen Freundin Annabel, der er das Land zeigen will, in dem er viele Jahre studiert und gearbeitet hatte. Die Trekking-Tour führt das Paar von den Jotunheimen Bergen, Skandinaviens höchstem Gebirge, das auch "The Home of the Giants" genannt wird, durch Sognefjord, der zweitgrößte Fjord der Welt, durch leuchtende Täler und auf schneebedeckte Spitzen.


Ich lieeeeebe Norwegen und seine Landschaft ... mehr sage ich dazu nicht ;)

Sigrid Undset: Kristin Lavranstochter


GESCHICHTE ERLEBEN



Wunderschöne poetisch erzählte Geschichte über das Leben eines Mädchens / einer Frau im Norwegen des 14. Jahrhunderts.

José Saramago: Die Stadt der Blinden

Die Stadt der BlindenFASZINIEREND BIS ZUM LETZTEN SATZ


In einer Stadt erblinden plötzlich der Reihe nach alle Menschen epedemieartig. Nur die Frau des ersten "Opfers" nicht, was sie aber verschweigt, um ihrem Mann in die Quarantäne begleiten zu können. Als die Versorgung abbricht, geht es erst richtig los...

Albert Camus: Die Pest

BEKLEMMEND FESSELNDDie Pest


Die algerische Stadt Oran wird von einer rätselhaften Erscheinung heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Straßen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber. Schließlich erkennt man: Die Pest wütet in der Stadt. Erst nach einem scheinbar endlosen Jahr verschwindet die Seuche, und die Überlebenden feiern ihre Erlösung. «Natürlich wissen wir, daß die Pest ihr Gutes hat, daß sie die Augen öffnet, zum Nachdenken zwingt. Aber gleichgültig, welche Größe einzelne ihr abgewinnen, muß man ein Irrer, ein Verbrecher oder ein Feigling sein, um die Pest zu bejahen.» (Albert Camus)

Erich Maria Remarque: Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend

BITTERBÖSE SCHWARZ


Der schwarze ObeliskBeschrieben wird aus Sicht von Ludwig Bodmer die Zeit der Weimarer Republik in einer deutschen Kleinstadt. Eine Handlung im eigentlichen Sinne gibt es nicht: statt dessen überzeugt der Roman durch die Fülle der verschiedensten Charaktere und ihrer liebevollen und detailverliebten Beschreibung. Ein "remarque-typisches" Werk: Einzelschicksale von Menschen, die von den jeweiligen Wirren der Zeit hin und her gestoßen werden - ohne ihr Schicksal wirklich selbst bestimmen zu können. Remarque gelingt es, die Resignation, Enttäuschung und auch Wut der Menschen in der Weimarer Republik einzufangen. Und nicht nur das: der Roman ist ebenso ein historisches Werk. Selten wurde das alltägliche Leben dieser Zeit detaillierter in Prosa beschrieben.


(Ein Kunde bei amazon.de)


Nachdem ich "Im Westen nichts Neues" gelesen hatte wurde ich ein Remarque-Fan - (fast) alle Bücher umfasst meine Sammlung. Dabei ist "Der schwarze Obelisk" mein Lieblingsbuch weil er einfach schön und tragisch traurig zugleich ist. Der Obelisk, der ein Grabmal auf dem Hof des Bestattungsunternehmens ist bei dem Ludwig arbeitet, ist der größte Fluch und die größte Wertanlage zugleich. Nachts dient er Pärchen als Platz für ein Stelldichein und mehr, während Ludwig Liebe bei der schizophrenen Isabell sucht ...

Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker

Der Richter und sein HenkerGrundthema: der Kampf zweier Parteien, deren eine ein einzelner Detektiv ist. Die gute Partei, Inspektor Bärlach, ist todkrank. und es bleibt ihm nicht viel Zeit, den Verbrecher Gastmann zu überführen. Was für ein Mensch ist dieser Bärlach? In seiner Menschlichkeit erinnert er an Maigret. Wie dieser ist er vom alten Schrot und Korn, ist in ertster Linie ein konservativer Mensch, der nicht nach juristischen Regeln operiert, der von den modernen Techniken der Kriminologie wenig hält und lieber seiner durch Erfahrungen gewitzten Nase und dem gesunden Menschenverstand folgt." Armin Arnold"Daß es sich bei den sogenannten Kriminalromanen um Nebenwerke handle, ist eine Ansicht, hinter der ich die Rache der Germanistik vermute: Dafür, daß Friedrich Dürrenmatt mit vollem Bewußtsein gegen das anschrieb, was (damals) allein als Kunstwerk zugelassen war. Die Kriminalromane sind im Hinblick auf Dürrenmatts Ästhetik geradezu Schlüsselwerke." (Die Weltwoche)

Birgit Vanderbeke: Das Muschelessen

OHNE LUFT ZU HOLEN


Das MuschelessenDie wenigen Stunden, die der Familienvater sich verspätet, und während derer die Frau und die beiden jugendlichen Kinder wartend am Abendessenstisch sitzen, genügen, um aus der sorgfältig ausbalancierten Kleinfamilie einen Haufen zersprengter Einzelteile zu machen. Die drei sitzen vor einem Berg Muscheln, die sich eklig schmatzend öffnen und die eigentlich niemand außer dem Vater gerne ißt, und sie beginnen in dieser unerwarteten Auszeit miteinander zu sprechen. Es entsteht so plötzlich wie überraschend ein Riß in der familiären Scheinidylle. Der Vater wird besichtigt und es bleibt nicht besonders viel übrig von diesem Mann und seiner fragwürdigen väterlichen Autorität. Birgit Vanderbeke läßt das Labor Familie in die Luft fliegen, sie zieht den Stöpsel, und durch eine kleine Veränderung in der Versuchsanordnung kommen der repressive Mief und der kleinbürgerliche Ehrgeiz, aber auch die versteckte Liebe zutage.


Dieser kleine Band raubt den Atem - ellenlange Sätze denen man wie auf einer Jagd folg und die beschreiben wie Risse in einer Fassade zu Löchern werden und zum Einsturz führen - ein großartiges Buch für mich!

Jostein Gaarder: Das Kartengeheimnis

ALLES FÜGT SICH ZUSAMMEN


Das KartengeheimnisKlappentext: Hans-Thomas ist zwölf und lebt bei seinem Vater. Vor vielen Jahren hat seine Mutter die Familie verlassen, ohne sich je wieder zu melden. Doch eines Tages wird sie per Zufall auf dem Titelbild einer griechischen Zeitschrift entdeckt. Vater und Sohn machen sich sofort auf die Suche. Es ist der Anfang einer unglaublichen Reise. Auf der Fahrt durch die Schweiz bekommt Hans-Thomas auf mysteriöse Weise ein winziges Buch in die Hände, das nur mit einer Lupe entziffert werden kann. Die Geschichte darin handelt ebenfalls von einer Reise, einer fantastischen Reise auf eine Insel, wo auf geheimnisvolle Weise ein Kartenspiel zum Leben erwacht.


Und auch die Philosophie spielt eine Rolle bei dieser dreifachen Reise, an deren Ende Hans-Thomas nicht nur seine Mutter wiedersieht, sondern auch Abenteuer erlebt hat, die er sich nie hätte träumen lassen.


Dieses Buch ist wie ein dreidimenionales Puzzel, dessen Teile sich im Laufe der Geschichte immer mehr zusammenfügen bis am Ende ein geschlossenes Kunstwerk fertig ist ...

Ketil Bjørnstad: Erlings Fall

SUBTIL ZUR GÄNSEHAUT


Erlings FallKurzbeschreibung: Spannend und in der ironischen Brechung schonungslos, erzählt Ketil Bjornstad die Geschichte vom Fall des Amtsrichters Erling Fall, die nicht nur eine Kriminalgeschichte ist, sondern auch eine genaue psychologische Studie der Untiefen menschlichen Zusammenlebens. Erling Fall hatte sich schon immer, soweit er auch zurückdachte, als mittelmäßig empfunden, war aber doch seinen Weg gegangen, war Amtsrichter geworden, hatte geheiratet, eine nicht ganz unbekannte Malerin sogar, die zwei Töchter in die Ehe mitbrachte. Dann aber hatte er den Boden unter den Füßen verloren: Merete hatte ihn plötzlich nach zwölf Jahren Ehe verlassen, war mit einem Jazzgitarristen und den Kindern davongegangen. Erling hatte um sich geschlagen wie ein in die Ecke getriebenes Tier. Hatte sich, von Merete wegen Telefonterrors angezeigt und von seinem Amtsrichterposten beurlaubt, nur noch seinen Rachegedanken und seinem Selbstmitleid überlassen. Bis sein alter Freund Gudmund Kvaernland auftauchte, ein erfolgreicher Unternehmer, kein Mann, der an sich selbst zweifelt. »Kontrolle über sich selbst, Erling. Und dadurch über andere. Manche nennen das Macht«, hatte er gesagt und Erling Falls Leben in die Hand genommen. Er nahm ihn mit auf eine Expedition zum Himalaya, ließ ihn in eine Gemeinschaft von Männern eintauchen, die sich anschickten, einen Berg zu bezwingen, die den Rausch der Todesgefahr suchten. Nahm ihn danach mit nach Taiwan und machte ihn zum juristischen Berater seines Unternehmens. Auf dem Flug dorthin hatte Erling zum erstenmal geträumt, einen Menschen zu töten, Merete zu töten. Doch als er Frauen kennenlernte, die schöner waren als Merete, und als eine davon, die in Taiwan bekannte Autorin Sophie Lee, ihm nach Paris folgte, schien es, als habe er Merete endlich vergessen. Als auch Sophie ihm zu entgleiten beginnt, tötet Erling wirklich.


Das Buch habe ich auf der Suche nach Büchern von norwegischen Autoren gefunden und gelesen (Bjørnstad kannte ich schon durch "Villa Europa" ). Ich mag keine Krimis - und die meisten norwegischen Autoren haben sich nun mal (leider) diesem Genre verschrieben. "Erlings Fall" hat viel von einem Krimi, verzichtet aber auf spektakuläre Effekte. Beim Lesen befällt einen nur dieses kalte, unbehagliche Gefühl ohne dass man sagen könnte warum genau ... und das nächste Mal wird natürlich in Originalsprache gelesen ...

Hege Duckert: Satans kvinnfolk (NO)

Dieses Buch sei nur nebenbei erwähnt, denn ich habe es nur zum Zweck der Recherche für einen kleinen Aufsatz für den Norwegisch-Unterricht zum Thema Hexenverfolgung gelesen.

Lars Saabye Christensen: Oscar Wildes Heis (NO)

AMÜSANT & GEWANDT


12 kleine Geschichten mit verstecktem Witz und unerwarteten Wendungen, über das alltägliche Leben, die Tücken des Ehebruchs und anderen Problemen - überraschend und spritzig wie das Leben selbst.


Christensens Erzählweise fand ich in "Der Halbbruder" (die deutsche Ausgabe) teilweise etwas langweilig. Deswegen war "Oscar Wildes Aufzug" eine positive Überraschung.

Erlend Loe: L (NO)


FÜR ZWISCHENDURCH

Om boken: Romanen handler om generasjonen som ikke påberoper seg å ha bygd Norge. I et forsøk på å bøte på dette reiser sju unge menn på en vitenskapelig ekspedisjon til en sydhavsøy. Boka tar for seg lek, rivalisering og vennskapet mellom de unge mennene. © DnBB AS

Einfach zu lesen, keine komplizierte Geschichte, leicht verdaulich - nur was will uns der Autor damit sagen - dass die Expedition zum Scheitern verurteilt ist, merkt man schon nach 10 Seiten ... Das Gute daran ist aber dass im Buch viel über Thor Heyerdahl erzählt wird - und deswegen habe ich aus Neugier Kon-Tiki-Expedition gehört - und DAS war wirklich spitze!

Torbjørn Færøvik: India - Stevnemøte med sjebnen (NO)

BUNTES POTPOURRI MIT BITTERER NOTE


Kurzbeschreibung: Mehrere Monate lang bereist der norwegische Journalist, Autor und Indienspezialist Færøvik Indien. Überaus kenntnisreich, dabei lebendig und anschaulich, berichtet er, was ihm auf seiner Reise quer durch das Land der Gegensätze begegnet - ohne Scheu vor Tabus: Der durch untragbar hohe Mitgiftforderungen bedingte krasse Männerüberschuss Indiens kommt ebenso zur Sprache wie das zu den Grundzügen des Hinduismus gehörende Kastenwesen, seine Begegnung mit dem letzten noch lebenden Attentäter Mahatma Gandhis. Auf diese Weise entsteht im Laufe der Lektüre das Bild Indiens vor dem geistigen Auge des Lesers wie ein stetig wachsendes Puzzle - ein Puzzle freilich, das unvollständig bleiben muss.


Die geschichtlichen Passagen waren unterhaltsam, etwas zu langatmig vielleicht, aber für jemanden ohne Vorkenntnisse durchaus ausreichend (und manchmal verwirrend genug). Wer sich also unterhalten will und noch etwas über die Hintergründe der indischen Kultur erfahren will, für den ist das Buch genau richtig. (dt. Ausgabe: Indien und seine tausend Gesichter. Menschen, Mythen, Landschaften von Tor Farovik)

JK Rowling: Harry Potter and the Deathly Hallows (EN)

ABSCHLUSS MIT LÄNGEN

Harry Potter 7 and the Deathly Hallows


Klappentext: Harry has been burdened with a dark, dangerous and seemingly impossible task: that of locating and destroying Voldemort's remaining Horcuxes. Never has Harry felt so alone, or faced a future so full of shadows. But Harry must somehow find within himself the strength to complete the task he has been given. He must leave the warmth, safety and companionship of The Burrow and follow without fear or hesitation the inexorable path laid out for him...


Mit Spannung erwartet, bot der Band einen ähnlichen Eindruck wie die vorherigen - teilweise sich ziehende Längen, die zu Langeweile führten oder unschlüssige Zusammenhänge. Einige Sachen wurden brilliant entwickelt und erklärt, doch so manches wirkte wie immer etwas an den Haaren herbeigezogen. Ein recht würdiges Ende der Reihe, aber wenn es danach geht aufzuhören, wenn es am schönsten ist, hätte Frau Rowling das schon nach dem dritten Band tun sollen.

Leonie Swann: Glennkill. Ein Schafskrimi

EXTREM SCHAFGlennkill


Klappentext: Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche - bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.


Das Buch habe ich während einer fünfstündigen Zugfahrt in einem Rutsch durchgelesen. Sehr unterhaltsam, besonders der Blick der Schafe auf die Welt - so wird der Pfarrer schonmal zu Gott und der Friedhof ein Garten wo "Menschen angebaut werden". Manche Nebenhandlungen sind zwar nicht sehr schlüssig, aber das trübt das positive Gesamtbild nur wenig.

Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem

Eine kurze Geschichte von fast allem.DAS UNIVERSUM IN DER WESTENTASCHE


Aus der Amazon.de-Redaktion:Bill Bryson, bislang vor allem bekannt für seine amüsanten Reiseberichte, hat sich diesmal einem anderen Thema zugewandt oder besser: so ziemlich allen anderen Themen, die es gibt. Denn in Eine kurze Geschichte von fast allem unternimmt er nichts Geringeres als den Versuch, die Welt und das Universum auf knapp 700 Seiten zu erklären. Worum geht es? Zum Beispiel darum: das Universum und seine Entstehung; Albert Einstein und die Quantentheorie; die Feinheiten der Teilchenphysik; die Wunder der Tiefsee und die Entstehung des Lebens; Mikroorganismen und Fossilien; die Entdeckung der DNA und die Entwicklung des Menschen. Doch wer sich fragt: "Woher wissen die das alles?", der muss sich zwangweise auch und vor allem für die Menschen interessieren, denen wir unser Wissen verdanken. Und so wimmelt es in diesem Buch vor skurrilen Typen, verkannten Entdeckern, passionierten Amateuren und unglaublichen Zufällen. Denn Wissenschaft ist ein Teil des Lebens und Wissenschaftler sind auch nur Menschen. Da gibt es den australischen Reverend, der mit seinem kleinen Fernrohr mehr Supernovae entdeckt hat, als alle modernen Hochleistungsteleskope zusammen. Oder den britischen Gentleman, der Muscheln in seinem hohlen Gehstock aus einem Museum schmuggelte. Oder den Mann, der uns nicht nur das Blei im Benzin bescherte, sondern die FCKWs gleich oben drauf etc.


Spritzig-witzige Erklärungen über die Welt mit jeder Menge Anekdoten oder Geschichten zum Schmunzeln - und wem es bei der Erklärung der Ozeanströmungen zu langweilig wird kann ja ins nächste Kapitel springen, oder ins übernächste ...

Jose Saramago: Dødens uteblivelse (NO)

DER TOD IST EINE FRAU ;)


Es ist der 1. Januar in einem nicht näher bezeichneten Land. Etwas, wofür es kein Beispiel in der Geschichte gibt, geschieht: An diesem Tag stirbt niemand. Und auch am folgenden Tag nicht, und am darauffolgenden. Die Regierung scheint entschlossen, den sich anbahnenden demographischen Problemen die Stirn zu bieten die katholische Kirche ist in ihren Grundfesten erschüttert, denn ohne Tod keine Auferstehung. Die Gesellschaft spaltet sich: einerseits die Hoffnung, ewig zu leben, andererseits der Schrecken, nie zu sterben. Eines Tages findet der Direktor des nationalen Fernsehens einen Brief auf dem Tisch (der Umschlag ist violett, offenbar von einer Frau beschriftet), von dessen Inhalt er umgehend den Ministerpräsidenten in Kenntnis setzt ... Saramago führt seine in «Die Stadt der Blinden» begonnenen Experimente mit philosophisch-sozialen Fragen fort und erweist sich einmal mehr als großer literarischer Deuter der Welt. Seine Zeitzeugenschaft ist unerbittlich kritisch, künstlerisch gewagt und von einem skeptischen Humanismus geprägt. (dt. Ausgabe: Eine Zeit ohne Tod)

Orhan Pamuk: Det hvite slottet (NO)


HMMMM, NA JA .....


Dachte es wäre eine unterhaltsame historische Geschichte, aber es war - typisch Pamuk - kompliziert, ausschweifend und nicht wirklich aufschlüssig ... sehr verwirrend ...

(dt. Ausgabe: Die weisse Festung)

Lisa See:Der Seidenfächer

EXOTISCH ANRÜHREND


Kurzbeschreibung: China im 19. Jahrhundert: Lilie und Schneerose wachsen in einer Welt auf, in der Mädchen als Last gelten und in der mit dem Binden der Füße auch ihr Herz gefesselt werden soll. Mit siebzehn Jahren werden beide verheiratet. Dank der Geheimschrift Nushu, die nur

Frauen vorbehalten ist, gelingt es den Freundinnen, in Kontakt zu bleiben. Zu besonderen Anlässen schreiben sich die beiden Mädchen sogar Gedichte in Nushu auf einen Seidenfächer, der immer zwischen ihnen hin und her wandert. Doch die Sehnsucht nach Liebe, Glück und Freiheit kann ihnen niemand nehmen ...

Klappentext: "Der Seidenfächer ist ein geradezu schmerzhaft schönes Buch, ein wundervoller Einblick in eine geheime Welt, die noch bis vor kurzem genau so in China existierte. Dies ist Lisa Sees bisher bestes Buch: Eine faszinierende und anrührende Geschichte, die den Leser von der ersten Seite gefangen nimmt." Amy Tan

José Saramago: Alle Namen

Alle Namen.



Einen spießigen Beamten des Personenstandregisters packt aus heiterm Himmel der Verfolgungswahn. Der Name einer Toten weckt sein Interesse, und er muss alles über sie wissen. Bei seiner etwas unbeholfenen Suche nach ihren Spuren verletzt er manche Statuten seines Weltbildes.

Arto Paasilinna: Das Jahr des Hasen

Das Jahr des Hasen.TYPISCH PAASILINNA


Eine kurzweilige Geschichte über einen Mann, der einen Hasen anfährt, sich dessen annimmt und im damit sein Leben völlig auf den Kopf stellt - von einem gelangweilten Redakteur zum (fast) allein lebenden Naturburschen. Nicht umsonst steht dieses Buch in 1001 Bücher die sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist .

Torbjørn Færøvik: Buddhas barn (NO)

UNTERHALTSAME REISESCHILDERUNG


Die Reise des norwegischen Autors führt durch Süd-Ost-Asien, die vier buddhistischen Länder Vietnam, Kambodscha, Thailand und Burma. Neben detailierten Beschreibungen von allerlei Erlebnissen auf der Reise gibt es auch eine Einführung in die teilweise blutige Geschichte der Länder.

(dt. Ausgabe: In Buddhas Gärten. Eine Reise nach Vietnam, Kambodscha, Thailand und Birma (On Tour) von Tor Farovik)

Shashi Tharoor: Bollywood

NETTER KLEINER SCHMÖKERSCHINKEN FÜR ZWISCHENDURCHBollywood

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Vom Aufstieg und Fall eines Filmhelden mit großen Ambitionen und zweifelhafter Moral erzählt Shashi Tharoor in diesem tragikomischen Roman über das Showgeschäft: Alles ist inszeniert, Drehbuch und Wirklichkeit gehen nahtlos ineinander über. Eine groteske Maskerade von Verführung und Intrige zwischen Macht und Privilegien, Politik und Medien - die Mega-Filmindustrie Bombays (»Bollywood«) als Metapher für die moderne Gesellschaft.