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John Updike: Rabbit, Run

Rabbit, Run
As someone wrote in a review on goodreads before: "This is yet another book from the 1001 books list which has made me question whether or not the people who write the list actually like people who read books or if they are really secretly intent on torturing us all for their own amusement?"
This was really strenous reading and one of the reasons it took me so long to read it. I have to admit that the language is brilliant (for me as someone whose mother-tongue is not English), and a dictionary would have been helpful sometimes because of the excessive use of (unknown) vocabulary. Otherwise I am glad that I did't read a German translation because the translation mostly tends to distort content in such a case.
The problem was I didn't sympathized or could identify myself with the protagonist or the setting. It just got me bored after some time. The guy runs away, lives with a prostitute, plays golf with a reverend who tries to get him back to his wife. Then she gets their baby and he returns (should it really be that easy?!), running away again after the first fight they have. Ok, there I got the title, he always runs away, not facing his problems. But do I need to read over 200 pages for this conclusion?
I'm not sure if I'll read a book written by Updike again - and if yes, definitively not one containing Rabbit in its title.

Einige Bücher von der "1001 Bücher die man lesen sollte"-Liste sind nicht lesenswert. Das ist eines davon. Aber ich habe einen gewissen Ergeiz was Herausforderungen angeht, und so habe ich mich durch die 230 Seiten mehr oder minder "gequält". Um ehrlich zu sein, diente dieses Buch mir in letzter Zeit als Lektüre während der Busfahrt zum Frauenarzt und beim CTG schreiben, zu Hause auf der Couch hätte ich es freiwillig wahrscheinlich nicht in die Hand genommen. Die letzten 20 Seiten habe ich dann gestern in der Badewanne beendet. Normalerweise lese ich nicht in der Badewanne, da ich Angst habe dass mir das Buch hineinfällt, aber in diesem Fall ... wäre es nicht so schlimm gewesen.

Mein größtes Problem war, dass ich mich so überhaupt gar nicht mit dem Protagonisten oder den Hintergrund/der Zeit in der die Geschichte spielt identifizieren konnte. Ein Typ verläßt seine Frau weil er mit der Situation unzufrieden ist, sie trinkt ihm zuviel. Dann lebt er mit einer Prostituierten zusammen und spielt Golf mit dem Reverend der Familie seiner Frau, der ihn versucht zu überzeugen, wieder zurückzukehern. Das macht er dann auch als sie die gemeinsame Tochter zur Welt bringt (klingt ein bißchen zu einfach, oder?). Beim nächsten Streit läuft er wieder davon. Das macht ihn nicht gerade sympatisch, aber den Titel erklärt es schon, er läuft seinen Problemen immer davon. Für diese Erkenntnis muss ich mich dann aber durch 260 Seiten lesen?! Das Einzige womit Updike überzeugt ist seine Sprache, ein Wörterbuch wäre manchmal ganz hilfreich gewesen um die Vielfalt des Vokabulars zu verstehen. Deswegen bin ich froh dass ich das Buch nicht auf deutsch gelesen habe, da dort meistens durch die Übersetzung viel verloren geht. Eventuell lese ich noch einmal etwas von Updike, aber wenn ja, dann garantiert kein Buch mit 'Rabbit' im Titel (ja, es gibt noch drei 'Fortsetzungen' dieses Buches).

Gail Callahan: Hand Dyeing Yarn and Fleece: Dip-Dyeing, Hand-Painting, Tie-Dyeing, and Other Creative Techniques

Hand Dyeing Yarn and Fleece: Dip-Dyeing, Hand-Painting, Tie-Dyeing, and Other Creative Techniques
Glad that I decided for an English book. I expected a little bit more, and I got it. All the basics are covered (things I didn't think about) like how to set up your dye 'studio', supplies needed, fixation methods, the role of different fibers and plies, preparing the yarn, color theory and dyeing methods I didn't know before.
The only thing I missed were some basic color 'recipes'. I would have liked to get some informations how to mix 'difficult' colors like apricot or shades of brown from the primary colors (of the different brands) which can be hard sometimes.
Features I liked best or found enlightning: What to do when your dyeing went wrong, the chapter about color proportions and palettes, the parking meter yarn method and the immersion dyeing methods (which I prefer now).
The included patterns weren't really necessary for me, because you can find similar patterns on Ravelry (which are for free, too). 

Lange habe ich überlegt, ob ich mir wirklich ein Buch für's Wolle färben kaufen soll, schließlich finden sich viele Informationen auch im Internet. Nach längerer Suche habe ich mich dann für ein englischsprachiges Exemplar entschieden, was auch gut so war - es scheint mit solchen Büchern genaus so wie mit Koch-, Back- oder Strickbüchern zu sein: Die meisten sind einfach besser als das, was man auf dem deutschen Büchermarkt so findet.
So auch dieses Buch. Es beginnt mit den grundlegenden Sachen wie benötigte Ausrüstung, Fixierungsmethoden, Einfluß verschiedener Fasern oder Verzwirnung, EInfluß des pH-Wertes und der Feuchte der Wolle auf den Färbeprozeß, generelle Hinweise zum Farben mischen und dem Farbkreis bzw der Farbpalette. Einige Sachen waren komplett neu für mich (weswegen sich der Kauf schon gelohnt hat) und haben mir besonders gefallen: Was man mit mißglückten Färbeversuchen noch machen kann (ohne sie wegzuwerfen), kreative Wickeltechniken (für ungewöhnliche Farbverläufe) und der Einfluß von verschiedenen Farbanteilen auf das Färbeergebnis. 
Ein bißchen vermisst habe ich konkrete Angaben für das Farben mischen (für die Grundfarben der verschiedenen Hersteller) - manche Farben wie apricot oder Brauntöne sind wirklich schwierig herzustellen. Außerdem waren die im Buch vorgestellten Farben für meinen Geschmack wirklich zu grell/bunt, aber ich mag eben eher die ton-in-ton-Färbungen (weswegen ich ja auch selbst färben will).
Die Strickanleitungen am Ende waren zwar eine nette Zugabe, wären aber nicht notwendig gewesen, schließlich gibt es auf Ravelry eine Menge kostenloser (und wirklich schöner(er)) Strickanleitungen.

Salman Rushdie: The Satanic Verses

The Satanic Verses
VERWIRREND

Durch dieses Buch habe ich mich echt gequält - nicht nur weil ich das Buch in Originalsprache gelesen habe, sondern auch weil der Autor durch eine sprachliche Vielfalt beeindruckt, die zusätzlich zur verworrenene Handlung noch für Durcheinander sorgt. Kurz gesagt, die Geschichte ist wie ein überdimensionaler 3D-Baukasten, in welchem sich die Bausteine ständig verschieben, man kurz einen Blick auf einen erhascht, den man zu kennen glaubt; um ihn kurz darauf in Kombination in einem anderen mit einem anderen Abbild wiederzufinden. Die Handlung wiederzugeben ist dementsprechend schwer, aber zum Glück gibt es im Internet gute Quellen - hier eine Seite mit Zusammenfassung und Interpretation. Das Thema ist zugegebenermaßen brisant, wer aber wie ich nur wenig Kenntnisse bezüglich islamischem Glauben besitzt, dem werden wohl viele Dinge verborgen bleiben.

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Markus Zusak: The Book Thief

The Book ThiefEIGENTLICH

Eigentlich dachte ich in dem Buch würde es mehr um Bücher gehen. Eigentlich dachte ich das Thema des zweiten Weltkrieges wäre nur eine nette Rahmenhandlung. Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass man den Tod eine Geschichte erzählen lassen kann. Eigentlich braucht man in einem Buch keine extra Erklärungen mitten im Text ...

"Die neunjährige Liesel, deren Eltern Kommunisten sind, wird 1939 in Bayern bei Pflegeeltern untergebracht. Sie gerät in eine fremde, primitive Welt. Ihr Pflegevater nimmt sie zärtlich auf, die Pflegemutter ist roh und laut, beide aber sind großherzige, mutige Menschen, die später sogar monatelang einen Juden verstecken.


Liesel erlebt den Krieg als eine zugleich schreckliche und schöne Zeit. Sie ist geborgen in der Kleinfamilie und hat zwei wunderbare Freunde, den Juden Max und den Nachbarsjungen Rudi. Geschichten sind ihr Ein und Alles, sie liest und liebt und stiehlt darum Bücher. Aber sie muss auch Hunger erleben und Angst, Gewalt und Brutalität, Trauer und Tod. " (Quelle: Deutschlandradio Kultur)

In der englischen Originalfassung ist es immer wieder merkwürdig deutsche Satzfetzen und ihre Übersetzung zu lesen, wobei der Autor das meist sehr genau und mit profunder Kenntnis des bayrischen Dialektes tut. Insgesamt war das Buch unterhaltsam und gut zu lesen, aber ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.


My review on Goodreads

Amitav Gosh: Sea of Poppies

Sea of Poppies


VIELVERSPRECHEND & ENTTÄUSCHEND


Die Überschrift mag sich widersprechen, aber nicht für mich. Ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen. Indische Impressionen mit historischem Hintergrund zu Beispiel, wie in der Buchbeschreibung angekündigt:


"1838: Am Oberlauf des Ganges schuften die Menschen für die britische Opiumindustrie. Verfolgung, Intrigen und Not vereinen eine Gruppe von Flüchtlingen als Schicksalsgemeinschaft auf der »Ibis«, einem ehemaligen Sklavenschiff. Die »Ibis« ist Hoffnung und Strafe, Zukunft und Endstation zugleich. Und hinter der Mündung des Ganges wartet die Ungewissheit. Unterdrückung und Kolonialismus, das Aufeinanderprallen von Kulturen, Liebe und Hass sind die großen Themen bei Ghosh. Spannendes soziales Drama und literarischer Abenteuerroman zugleich."


Gleich am Anfang machte mir die Sprache zu schaffen. Die Mischung aus Indisch-Englisch, angestaubten Vokabular der Kolonialzeit und dem Slang der Seemänner schaffte zwar eine gewisse Authentizität, aber ich verstand teilweise von ganzen Seiten nur einige Fetzen. Lust alles im Wörterbuch nachzuschlagen hatte ich nicht, und so ließ ich Unverstandenes unverstanden. Im Laufe der Geschichte, welche ausgezeichnet recherchiert und brilliant und facettenreich erzählt ist, kam ich aber meiner Abneigung gegen einige andere Bücher näher. Warum? Ich verstand dass ich Geschichten die im viktorianischen Zeitalter spielen nicht mag. Die Ignoranz und Willkür der Briten in diesen Zeiten, die oft sehr plakatorisch dargestellt werden finde ich - fein formuliert - widerlich. Kennt Ihr das Gefühl ein Buch aus der Hand legen zu müssen und nicht weiterlesen zu wollen weil gerade etwas passiert, dass ungerecht/brutal oä ist - und das ist nicht möglich weil Ihr unbedingt wissen wollt wie es weitergeht? Gut für den Autor, da er geschafft hat den Leser zu fesseln, aber ich möchte dieses Gefühl (wie bei diesem Buch) nicht die ganze Zeit über haben. JA, ich möchte mich beim Lesen auch entspannen und nicht die ganze Zeit mental mitleiden. Dieser Punkt spricht zwar eindeutig für das Buch, aber fällt bei mir in "einlullende historische Geschichte" durch.


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Mark Haddon: The Curious Incident of the Dog in the Night-time

INTO ANOTHER WORLD AND HEAD


Dieses Buch habe ich in der etwas größeren englischsprachigen Abteilung bei Hugendubel in Leipzig liegen sehen und mich vage erinnert, dass es in meinem 1001 Bücher-Buch aufgeführt war. Na endlich, habe ich dann gedacht, endlich mal ein Buch in Originalsprache, also nichts wie her damit! Das Buch war sein Geld auch wirklich wert, die Hauptperson ist ein 15jähriger Junge mit Asperger-Syndrom, einer "milden" Form des Autismus. Sehr glaubhaft wird beschrieben wie er seine Umwelt und seine Mitmenschen erlebt und wie er versucht den Mörder des Pudels seiner Nachbarin zu finden. Dass er dadurch noch viel mehr erfährt und für ihn noch viel verwirrendere Dinge, die sein bisheriges Leben auf den Kopf stellen, stellt sich erst später heraus ...

Mein Fazit: Absolut lesenswert! Und wer sich danach für das Thema Autismus interessiert sollte einmal in "Oliver Sacks: Eine Anthropologin auf dem Mars" blättern, vielleicht nicht ganz so leichte Kost, aber genauso interessant.


dt. Ausgabe: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

JK Rowling: Harry Potter and the Deathly Hallows (EN)

ABSCHLUSS MIT LÄNGEN

Harry Potter 7 and the Deathly Hallows


Klappentext: Harry has been burdened with a dark, dangerous and seemingly impossible task: that of locating and destroying Voldemort's remaining Horcuxes. Never has Harry felt so alone, or faced a future so full of shadows. But Harry must somehow find within himself the strength to complete the task he has been given. He must leave the warmth, safety and companionship of The Burrow and follow without fear or hesitation the inexorable path laid out for him...


Mit Spannung erwartet, bot der Band einen ähnlichen Eindruck wie die vorherigen - teilweise sich ziehende Längen, die zu Langeweile führten oder unschlüssige Zusammenhänge. Einige Sachen wurden brilliant entwickelt und erklärt, doch so manches wirkte wie immer etwas an den Haaren herbeigezogen. Ein recht würdiges Ende der Reihe, aber wenn es danach geht aufzuhören, wenn es am schönsten ist, hätte Frau Rowling das schon nach dem dritten Band tun sollen.