ALTERNATIV IN JEDER HINSICHT
Es ist die kuriose, verspielte und poetische Geschichte eines schüchternen jungen Gärtners aus Stavanger: In dem Moment, als Buzz Aldrin am 11. Juli 1969 als zweiter Mann den Mond betritt, erblickt Mattias das Licht der Welt. Natürlich verbindet so etwas. Und wie Aldrin ist Mattias seither bei allem der zweite Mann gewesen, der unsichtbare Zweite hinter einem Ersten. Daran war für ihn nichts auszusetzen. Bis seine Freundin Helle ihm den Laufpaß gibt und Mattias auch noch seinen Job verliert. Mattias wird aus seiner Umlaufbahn gerissen, und das Leben schleudert ihn bis auf die Färöerinseln. Der Plan ist, eine Woche mit Jörns Band dortzubleiben. Doch auf den Färöerinseln sieht plötzlich alles ganz anders aus.
Es geht darum was passiert, wenn dein Alltagsleben plötzlich aus den Fugen gerät, ob man wirklich so leben kann "ohne gesehen zu werden" und was man von seinem Leben wirklich will und erwartet. Das Buch ist in jeder Hinsicht alternativ - mit den Färöerinseln ein ungewöhnlicher Schauplatz, mit der nach-psychiatrischen-Anstalt Wohngemeinschaft ungewöhliche Charaktere und insgesamt eine ungewöhnliche Handlung. Ich fand es aber zu keiner Zeit unglaubwürdig; und das ist die eigentliche große Leistung, die es als außergewöhnlich gutes Buch qualifiziert.
(dt. Ausgabe: Buzz Aldrin wo warst du in all dem Durcheinander, Piper Verlag)



