Paul Coelho: Veronika beschließt zu sterben

Veronika Beschließt Zu Sterben VERRÜCKT


Veronika beschließt zu sterben. Sie nimmt eine Überdosis Schlaftabletten und wacht in einer Irrenanstalt wieder auf, wo ihr gesagt wird, dass sie aufgrund einer Herzschädigung nur noch eine Woche zu leben habe - also hat sie es doch geschafft, oder? Aber je näher die gesetzte Frist rückt, desto mehr merkt sie dass sie das Leben mehr liebt als sie gedacht hätte ...


Flott zu lesen mit poetischen (und philosophischen) Untertönen und der Frage, was verrückt ist.


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Amitav Gosh: Sea of Poppies

Sea of Poppies


VIELVERSPRECHEND & ENTTÄUSCHEND


Die Überschrift mag sich widersprechen, aber nicht für mich. Ich hatte mir viel von diesem Buch versprochen. Indische Impressionen mit historischem Hintergrund zu Beispiel, wie in der Buchbeschreibung angekündigt:


"1838: Am Oberlauf des Ganges schuften die Menschen für die britische Opiumindustrie. Verfolgung, Intrigen und Not vereinen eine Gruppe von Flüchtlingen als Schicksalsgemeinschaft auf der »Ibis«, einem ehemaligen Sklavenschiff. Die »Ibis« ist Hoffnung und Strafe, Zukunft und Endstation zugleich. Und hinter der Mündung des Ganges wartet die Ungewissheit. Unterdrückung und Kolonialismus, das Aufeinanderprallen von Kulturen, Liebe und Hass sind die großen Themen bei Ghosh. Spannendes soziales Drama und literarischer Abenteuerroman zugleich."


Gleich am Anfang machte mir die Sprache zu schaffen. Die Mischung aus Indisch-Englisch, angestaubten Vokabular der Kolonialzeit und dem Slang der Seemänner schaffte zwar eine gewisse Authentizität, aber ich verstand teilweise von ganzen Seiten nur einige Fetzen. Lust alles im Wörterbuch nachzuschlagen hatte ich nicht, und so ließ ich Unverstandenes unverstanden. Im Laufe der Geschichte, welche ausgezeichnet recherchiert und brilliant und facettenreich erzählt ist, kam ich aber meiner Abneigung gegen einige andere Bücher näher. Warum? Ich verstand dass ich Geschichten die im viktorianischen Zeitalter spielen nicht mag. Die Ignoranz und Willkür der Briten in diesen Zeiten, die oft sehr plakatorisch dargestellt werden finde ich - fein formuliert - widerlich. Kennt Ihr das Gefühl ein Buch aus der Hand legen zu müssen und nicht weiterlesen zu wollen weil gerade etwas passiert, dass ungerecht/brutal oä ist - und das ist nicht möglich weil Ihr unbedingt wissen wollt wie es weitergeht? Gut für den Autor, da er geschafft hat den Leser zu fesseln, aber ich möchte dieses Gefühl (wie bei diesem Buch) nicht die ganze Zeit über haben. JA, ich möchte mich beim Lesen auch entspannen und nicht die ganze Zeit mental mitleiden. Dieser Punkt spricht zwar eindeutig für das Buch, aber fällt bei mir in "einlullende historische Geschichte" durch.


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Maria rocks!

Ich war auf dem Maria-Mena-Konzert in Leipzig am Donnerstag. Ein fantastischer Abend. Live ist sie noch viel besser - was für eine Stimme. Außerdem kann sie gut unterhalten - temperamentvoll und voller Energie. Die Band hatte auch sichtlich Spaß. Nur da Publikum war lahm, hätte ruhig mehr mitmachen können ... Ich wollte zwar die fehlenden Stimmen wettmachen, aber das ist wohl auch der Grund warum ich jetzt so heiser bin. Zwischendrin gab es ein paar Momente mit Gänsehaut und reinem Musikgenuß, besonders bei 'Eyesore'. Ich wußte nicht dass Maria Anorexie hat und das Lied davon handelt (zugegeben hatte ich nie so genau auf den Text geachtet. Durch ihre kurzen Moderationen vor den einzelnen Liederen bekam ich manchmal noch einen ganz anderen Blick auf die Stücke. Großartig!
Die Setlist:
Zugaben:
Maria, dette er for deg: Elsket konserten din! Stemmen din er ennå bedre live en på CD. Fikk gåsehud iblant, særlig når du sang "Eyesore" og "Self-fulfilling prophecy". Bandet ditt og Jarle var også stortartet - kjennte at dere hadde masse moro på scenen sammen, og så hadde jeg nede. Aldri slutt å synge !!!

Johan Harstad: Ambulanse

Ambulanse Leider gibt es dieses Buch meinen Recherchen nach noch nicht auf Deutsch (oder Englisch) deswegen begnüge ich mich mit: Boken var fantastisk! Elsket den og leste den nesten med en gang. Ble litt fascinert av hvordan historier hang sammen - så mye informasjon en far etterpå ... Derfor er den i hvert fall verdi å bli lest en gang til!


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Herbjørg Wassmo: Huset med den blinde glassveranda

Huset med den blinde glassveranda RAUES KLIMA

... herrscht irgendwo im Norden Norwegens. Die Leute leben von der Fischerei, manche mehr recht als schlecht. Das Leben ist hart, besonders im 'Tausendheim' einem großen Mietshaus mit mehreren Familien, die sich ein Plumpsklo im Hof und auch manche Sorgen teilen. Dort wächst auch Tora auf, "tyskerunge" - "Deutschenkind" wird sie auch manchmal genannt, eine besonders schlimmes Schimpfwort. Ihren Vater, einen Deutschen, kennt sie nicht; der Stiefvater ist meist betrunken, und als sie älter wird hält auch ein gelähmter Arm ihn nicht ab sie regelmäßig zu mißbrauchen ...

Das andere Buch meines "Lesemarathons" während meines Urlaubes in Trondheim. Es las sich nciht mit so viel Schwung wie anfangs angenommen, und hat so seine Längen. Insgesamt interessantes Thema und einfühlsam beschrieben, aber kein für mich angenehm zu lesender Stil - es wird wohl bei dem einen Buch von Herbjørg Wassmo bleiben.


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Edmund Austigard: Taxi for B.A. Beckström, eller Kunsten å danse på furu

Taxi for B.A. Beckström, eller Kunsten å danse på furu SIND WIR NICHT ALLE EIN BIßCHEN BECKSTRÖM?


B.A. Beckström ist 92, pensionierter Statistiker und liegt damit schon weit über der durchschnittlichen Lebenserwartung. In seiner Wohnung, welche er von einem Onkel geerbt hat, liegt ein Fußboden aus Kiefernholz. Er hat dem Onkel hoch und heilig geschworen den Boden so zu bewahren, dass dieser keine Abnutzungserscheinungen bekommt, was bedeutet möglichst immer auf eine andere Stelle zu treten. Deswegen lebt er hauptsächlich im Eingangsbereich der Wohnung, weil dort Fliesen liegen. Doch das ist nicht das einzige merkwürdige in seinem Verhalten. Er geht auch nur zu maximal zwei Sportveranstaltungen im Jahr, da der Norweger durchschnittlich zu 2,7 Sportveranstaltungen geht - was würden sonst seine Kollegen sagen, wenn sie ihn dort erwischen würden? Solche teilweise paranoiden Gedankengänge ziehen sich durch sein Leben wie ein roter Faden. Am Heilig Abend 2006 wird sein Leben aber bis zum Limit auf den Kopf gestellt:


1. Er hat Lust auf Ribbe (traditionelles norwegisches Weihnachtsessen). Aus Angst vor Fragen in seinem Supermarkt wo er seit Jahrzehnten ein-Portionen-Essen kauft, geht er das erste Mal woanders einkaufen.


2. Zurück in der Wohnung bemerkt er Abnutzungen auf dem Fußboden.


3. Er bekommt einen Telefonanruf (und kann sich nicht erinnern wann das Telefon überhaupt das letzte Mal geklingelt hat).


4. Eine Krankenschwester aus H. (in Schweden) ist am anderen Ende. Seine vier Jahre ältere Tante schwebt zwischen Leben und Tod. Er als ihr Nachfolger und damit Erbe des Beckströmschen Holzimperiums soll entscheiden ob sie operiert werden soll oder nicht.


5. Er entscheidet sich nach H. zu fahren, mit dem Taxi - und der in Zeitungspapier gewickelten Ribbe.


6. Sein Chauffeur ist Ali, ein Einwanderer aus Pakistan mit dem er sogleich aneinandergerät.


Eine absurde Reise Richtung H. enthüllt Geheimnisse aus B.A.s Vergangenheit und verändert die Beziehung zwischen ihm und Ali drastisch.


Ein großartiges Buch! Sehr unterhaltsam auf eine doch manchmal tragikomische Weise, manchmal glaubte ich auch mich in der Hauptfigur zu erkennen ...


Fabelaktig bok - likte den veldig godt! En rar og samtidig morsom historie om en i hvert fall unik kar. Av og til trodde jeg å kjenne litt av meg i personligheten hans. Finns det ikke et lite bite Beckström i hver av oss? Det var litt vanskelig og slittsom å lese og forstår nynorsk men til slutt klarte jeg meg bra. (En annen bokomtale på norsk)


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