
John Updike: Rabbit, Run

Salman Rushdie: The Satanic Verses

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Paul Coelho: Veronika beschließt zu sterben
Veronika beschließt zu sterben. Sie nimmt eine Überdosis Schlaftabletten und wacht in einer Irrenanstalt wieder auf, wo ihr gesagt wird, dass sie aufgrund einer Herzschädigung nur noch eine Woche zu leben habe - also hat sie es doch geschafft, oder? Aber je näher die gesetzte Frist rückt, desto mehr merkt sie dass sie das Leben mehr liebt als sie gedacht hätte ...
Flott zu lesen mit poetischen (und philosophischen) Untertönen und der Frage, was verrückt ist.
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Herbjørg Wassmo: Huset med den blinde glassveranda
RAUES KLIMA
... herrscht irgendwo im Norden Norwegens. Die Leute leben von der Fischerei, manche mehr recht als schlecht. Das Leben ist hart, besonders im 'Tausendheim' einem großen Mietshaus mit mehreren Familien, die sich ein Plumpsklo im Hof und auch manche Sorgen teilen. Dort wächst auch Tora auf, "tyskerunge" - "Deutschenkind" wird sie auch manchmal genannt, eine besonders schlimmes Schimpfwort. Ihren Vater, einen Deutschen, kennt sie nicht; der Stiefvater ist meist betrunken, und als sie älter wird hält auch ein gelähmter Arm ihn nicht ab sie regelmäßig zu mißbrauchen ...
Das andere Buch meines "Lesemarathons" während meines Urlaubes in Trondheim. Es las sich nciht mit so viel Schwung wie anfangs angenommen, und hat so seine Längen. Insgesamt interessantes Thema und einfühlsam beschrieben, aber kein für mich angenehm zu lesender Stil - es wird wohl bei dem einen Buch von Herbjørg Wassmo bleiben.
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Mark Haddon: The Curious Incident of the Dog in the Night-time
INTO ANOTHER WORLD AND HEAD
Mein Fazit: Absolut lesenswert! Und wer sich danach für das Thema Autismus interessiert sollte einmal in "Oliver Sacks: Eine Anthropologin auf dem Mars" blättern, vielleicht nicht ganz so leichte Kost, aber genauso interessant.
dt. Ausgabe: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
Haruki Murakami: Kafka am Strand
SCHWERMÜTIGE TRAUMWELTEN
Ein hochgelobtes Buch ist es, und deswegen wollte ich es lesen - ganz abgesehen davon, dass der Titel neugierig macht. Meine erste Geschichte von Kafka hab ich mit vierzehn gelesen - "Die Verwandlung" macht nicht gerade Lust auf mehr bei pubertierenden Teens, aber ich mochte Kafka doch sehr, vielleicht doch in Einklang mit meiner melancholischen Ader. So dachte ich mir, vielleicht ist dieses Buch eine kafkaeske Erzählung die in Japan spielt, und für meine Begriffe traf das auch den Punkt.
-"Als mein fünfzehnter Geburtstag gekommen war, ging ich von zu Hause
fort, um in einer fernen, fremden Stadt in einem Winkel einer kleinen Bibliothek zu leben. Wenn ich alles der Reihe nach erzähle, brauche ich dafür wahrscheinlich eine Woche. Wenn ich stattdessen zunächst nur die wichtigen Punkte aufführe, dauert es ungefähr genauso lange. Das klingt vielleicht wie der Beginn eines Märchens. Aber es ist kein Märchen. In keinem Sinne." Der Erzähler dieser Zeilen heißt Kafka Tamura und seine Reise führt in Wirklichkeit aus der realen Welt hinaus in sein eigenes Inneres, entlang an den Ufern des Bewusstseins. Eine schicksalhafte Prophezeiung, der Geschichte von Ödipus gleich, lenkt Kafkas labyrinthischen Weg. "Kafka am Strand" heißt das Bild an der Wand von Saeki, der rätselhaften Leiterin jener kleinen Bibliothek. Und "Kafka am Strand" heißt auch der Song aus der Zeit, als Saeki noch Pianistin war und einen jungen Mann leidenschaftlich liebte, sie waren ein Paar wie Romeo und Julia. Die Wege des Erzählers Kafka kreuzen sich auf geheimnisvolle Weise mit den ihren und denen eines alten Mannes, der die Sprache der Katzen versteht und Spuren folgt, die in eine andere Welt weisen.-
Wer ein Freund klarer roter Fäden ist, wird an diesem Buch nicht wirklich Freude finden - selbst ich fand es manchmal so verwirrend dass ich es am liebsten aus der Hand gelegt hätte. Es gibt keine schlüssiges Ende, ich fühlte mich eher als hätte ich die ganze Zeit halbwach vor mich hingedämmert und absurde Träume gehabt als ich fertig war - aber das war sicher der Sinn und Zweck, schließlich gibt es genug "wache" Bücher.
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Eine recht unterhaltsame Geschichte über das Leben von Alexander von
Humboldt und Friedrich Gauß, die sich teilweise kreuzen. Das ist manchmal verwirrend weil man am Anfang eines neuen Kapitels nicht immer gleich weiß, über wen es handelt ... Die aufschlußreichen Stellen für mich waren die Schilderungen über die Tücken und Hürden des alltäglichen Lebens zu damaligen Zeit, gerade als Forscher oder Mathematiker, Professionen, die weder gut bezahlt noch besonders ruhmbringend waren. Vielleicht kann man sogar sagen, dass Gauß und Humbold gegensätzlich waren - vom Charakter und Lebensstil, und dass das Buch auf diesen Gegensatz baut - auch wenn es manchmal sogar schon etwas zu konstruiert wirkt. Insgesamt ein kurzweiliges Lesevergnügen für das nicht viel Ausdauer und Durchhaltevermögen benötigt wird.
Max Frisch: Stiller
WER BIN ICH ...
Bei der Einreise in die Schweiz wird Mr. White festgenommen, weil er für die Grenzpolizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identisch ist. Frühere Freunde, sein Bruder, seine Frau Julika und der Staatsanwalt bestätigen in Aussagen und gemeinsamen Erinnerungen diesen Verdacht. Die Aufzeichnungen des Mr. White in der Untersuchungshaft aber wehren sich gegen diese Festlegung mit der Behauptung: »Ich bin nicht Stiller!« In immer neuen Erzählungen will er dieser Fixierung entgehen, weil ihm diese Identität fragwürdig geworden ist und weil er sich die Freiheit der Wahl, ein anderer zusein, erhalten will. - »Das Ich wird eine Behauptung der Welt, der man eine Gegenbehauptung, ein Nicht-Ich entgegenstellt. Anders gesagt: an Stelle des Ichs tritt ein fingiertes Ich, und das Ich wird ein Objekt. Romantechnisch gesehen: das Ich wird ein Kriminalfall. Einfacher ausgedruckt: Frisch hat sich durch diese Form, die gleichzeitig Handlung, gleichzeitig Problematik ist, in einen anderen verwandelt, der nun erzählt, nicht von Stiller zuerst, sondern von sich, von White eben, für den Stiller der andere ist, für den er sich nun zu interessieren beginnt und dem er nachforscht, weil man doch ständig behauptet, er sei mit ihm identisch. Gerade durch diese Romanform wird so Selbstdarstellung möglich, gesetzt -, der Leser mache auch mit, spiele mit. Ohne Mitmachen ist der Stiller weder zu lesen noch zu begreifen.« Friedrich Dürrenmatt
Albert Camus: Die Pest
Die algerische Stadt Oran wird von einer rätselhaften Erscheinung heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Straßen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber. Schließlich erkennt man: Die Pest wütet in der Stadt. Erst nach einem scheinbar endlosen Jahr verschwindet die Seuche, und die Überlebenden feiern ihre Erlösung. «Natürlich wissen wir, daß die Pest ihr Gutes hat, daß sie die Augen öffnet, zum Nachdenken zwingt. Aber gleichgültig, welche Größe einzelne ihr abgewinnen, muß man ein Irrer, ein Verbrecher oder ein Feigling sein, um die Pest zu bejahen.» (Albert Camus)
Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker
Grundthema: der Kampf zweier Parteien, deren eine ein einzelner Detektiv ist. Die gute Partei, Inspektor Bärlach, ist todkrank. und es bleibt ihm nicht viel Zeit, den Verbrecher Gastmann zu überführen. Was für ein Mensch ist dieser Bärlach? In seiner Menschlichkeit erinnert er an Maigret. Wie dieser ist er vom alten Schrot und Korn, ist in ertster Linie ein konservativer Mensch, der nicht nach juristischen Regeln operiert, der von den modernen Techniken der Kriminologie wenig hält und lieber seiner durch Erfahrungen gewitzten Nase und dem gesunden Menschenverstand folgt." Armin Arnold"Daß es sich bei den sogenannten Kriminalromanen um Nebenwerke handle, ist eine Ansicht, hinter der ich die Rache der Germanistik vermute: Dafür, daß Friedrich Dürrenmatt mit vollem Bewußtsein gegen das anschrieb, was (damals) allein als Kunstwerk zugelassen war. Die Kriminalromane sind im Hinblick auf Dürrenmatts Ästhetik geradezu Schlüsselwerke." (Die Weltwoche)
Orhan Pamuk: Det hvite slottet (NO)
HMMMM, NA JA .....
Dachte es wäre eine unterhaltsame historische Geschichte, aber es war - typisch Pamuk - kompliziert, ausschweifend und nicht wirklich aufschlüssig ... sehr verwirrend ...
(dt. Ausgabe: Die weisse Festung)
Arto Paasilinna: Das Jahr des Hasen
Eine kurzweilige Geschichte über einen Mann, der einen Hasen anfährt, sich dessen annimmt und im damit sein Leben völlig auf den Kopf stellt - von einem gelangweilten Redakteur zum (fast) allein lebenden Naturburschen. Nicht umsonst steht dieses Buch in 1001 Bücher die sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist .



