Fridtjof Nansen: På ski over Grønland

På ski over Grønland
I originally bought this book because of an exhibition I visited in a museum in Trondheim. I thought the bood would be mainly (like displayed in the exhibition) be about the journey over the ice and the meetings/living with the eskimos (things I found very interesting). Unfortunately Nansen is an old school scientist, so the book included all his notes about the journey - containing preparations, recruting the other members, detailed explanations about all the items used (and how/where they were produced) and so on. Until the 'real' journey starts, you'll be already halfway through the book.
This was the reason I skipped two chapters - the one about the history of skiing and the last one with the conclusions about the journey.
In all the writing style is enjoyable, but when Nansen gets into his 'scientific mood' and starts explaining, it tends to get boring really fast - one of the reasons it took me so long to read this book. 

Mein Interesse für dieses Buch wurde durch ein Ausstellung in Trondheim geweckt. Das Naturwissenschaftliche Museum hatte im Polarjahr 2009 eine schöne Ausstellung dazu gestaltet, in der ich fast einen halbe Tag verbracht habe (obwohl sie nur aus einem einzigen Raum bestand). Haupsächlich ging es um die Lebensweise der Eskimos und die norwegischen Polarexpeditionen, dazu waren einige Exponate ausgestellt, dazu kamen jede Menge Videos, Fotos und Schriftstücke, hauptsächlich aus diesem Buch. Da ich das Thema spannend fand und mir nicht den ganzen Tag die Beine in den Bauch stehen wollte um alles zu lesen, beschloß ich mir das Buch in Ruhe zu Gemüte zu führen.
Aber schon dieses Buch zu kaufen gestaltete sich schwierig. Natürlich wollte ich es in der Originalsprache (also Norwegisch) lesen, und dachte es wäre kein Problem  es in einer der großen Buchhandlungen in Trondheim zu erstehen - Fehlanzeige! Selbst die Onlineshops kannten dieses Buch nicht; auch nicht die Antiquariatsseiten die ich daraufhin durchstöberte. 
Wie der Zufall es so wollte, besuchten Robert und ich im Jahr darauf das Fram-Museum in Oslo, da wir auf der Rückfahrt vom Urlaub noch etwas Zeit für einen Abstecher hatten. Dort entdeckte ich durch einen Zufall in der Souvenir-Ecke zwischen jeder Menge Plüsch und Plunder auch ein paar Bücher, darunter zwei verstaubte und schon etwas ramponierte Exemplare dieses Buches. Ich war natürlich begeistert und nahm eines (das besser Erhaltene) davon in Besitz. Es sollte allerdings noch zwei Jahre dauern, bevor ich die Ausdauer hatte es zu Ende zu lesen ...

Das erste Problem ergab sich (einmal wieder) durch die Sprache. Norwegisch um 1890 liest sich ziehmlich antiquiert, vor allem wenn der Autor Wissenschaftler mit Leib und Seele ist und das Ganze eher einer wissenschaftlichen Abhandlung gleicht. So gibt es auch einige Kapitel, die sich sehr trocken lesen und sich eher mit nebensächlichen Themen wie der Geschichte des Skilaufens (das Kapitel habe ich übersprungen) oder (Miss)erfolgen anderer Grönland-Expeditionen beschäftigen. Sicherlich sind das interessante Themen für Herrn Nansen gewesen, als er seine Expedition vorbereitet hat, aber mich haben sie eher gelangweilt und das Lesevergnügen gemindert. Die Kapitel über alle Vorbereitungen mit detaillierter Aufstellung aller Lebensmittel und Ausrüstungsgegenstände sowie über die Finanziertung war insofern noch sehr informativ, da diese schön veranschualichen, dass man keine Hightech-Ausrüstung braucht, um große Leistungen zu vollbringen; und dass der heutige Durchschnitts-Trekker schon viel mehr Komfort hat, als man sich hätte damals träumen lassen können.

Bis man überhaupt zum Beginn der eigentlichen Expedition (das Verlassen des Robbenfänger-Schiffes) kommt, befindet man sich schon in der Mitte des Buches. Dort wird die Erzählweise zum Glück wieder spannend und sehr anschaulich. Von der Beschreibung mit der Begegnung und dem Leben mit des Eskimos hatte ich mir mehr versprochen, aber vermutlich wurden die besten Auszüge aus dem Buch schon im og Ausstellung präsentiert, so gab es nicht viel Neues an Information.

Insgesamt ein interessantes Buch für Polarexpeditions-Interessierte mit einigen Längen, die es zwischendurch zu überwinden gilt.

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