In diesem Buch packt Pamuk wieder ein heikles Thema an - den Islamismus. Der Dichter Ka der seit Jahren im deutschen Exil lebt kehrt nach Istanbul zurück. Von dort aus wird er im Dienst einer Zeitung nach Kars, einer Grenzstadt im Niemandsland zu Armenien und Rußland geschickt um eine Selbstmordserie junger Mädchen zu recherchieren. Von Anfang an werden seine Schritte überwacht und als der Schnee die Stadt einschließt und ein Putsch ausbricht, wird er endgültig zu einer Spielfigur zwischen extremistischen Glaubensanhängern, Reformern und Traditionalisten. Er selbst ist innerlich im Kampf mit seinem Glauben und Gefühlen, die er glaubt mit Hilfe der Struktur der Schneeflocke und den Gedichten, die ihm plötzlich wieder einfallen, lösen zu können.
Auch ein sehr verwirrendes Buch für mich; und manchmal konnte und wollte ich den verwirrenden Diskussionen um Religion und Glaube nicht mehr folgen. Ein typischer Pamuk - sehr gehaltvoll und schwer verdaulich aber deswegen nicht weniger lesenswert.
Orhan Pamuk: Schnee
HEIßES EISEN
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